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Allgemeine Informationen 
Verstärkungsmaterialien für Verbundwerkstoffe - Reinforcements for composites

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Verstärkungsmaterialien für
Verbundwerkstoffe
Reinforcements for Composites

Fasern – Material Kurzbeschreibung

Gewebe - Webarten

Multiaxiale Gelege

Abreissgewebe aus Polyamidfasern

Glasfasern

Kohlefasergewebe

Aramidgewebe

Begriffe von A - Z

Fasern – Material Kurzbeschreibung

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Glas

Aufgrund des hervorragenden Preis/Leistungsverhältnisses ist die E-Glasfaser das gebräuchlichste Verstärkungsmaterial für Faserverbundwerkstoffe. Glasfasern werden nach ihrer tex-Zahl (g/1000m) klassifiziert. Verbundwerkstoffe aus Glasfasern werden als GFK bezeichnet. 

• Hohe Zug- und Druckfestigkeit 
• Gute Steifigkeit
• Gute Schlagzähigkeit 
• Gute Temperaturbeständigkeit
• Günstiger Preis

E-Glasfaser

Kohlenstoff (Carbon)

High-Tech-Faser mit herausragendem Eigenschaftsprofil. Carbonfasern unterscheidet man nach der Anzahl der in einem Roving zusammengefassten Filamente (1K = 1000 Filamente pro Roving). Kohelfaserverbundwerkstoffe werden als CFK (Carbon-Faser-Kunststoff) bezeichnet. 

• Extrem hohe Zug- und Druckfestigkeit
• Extrem hohe Steifigkeit
• Sehr geringe Dichte
• Geringer Wärmeausdehnungskoeffizient
• Hohe chemische Beständigkeit
• Gute Temperaturbeständigkeit
• Gute elektrische Leitfähigkeit

Kohlenstoff Carbonfasern

Aramid

Dieser Fasertyp kommt aufgrund folgender Vorteile hauptsächlich für ballistischen Schutz zum Einsatz. Aramidfaserverbundwerkstoffe werden als AFK bezeichnet.

• Extrem hohe Festigkeit
• Extrem hohe Schlagzähigkeit
• Sehr geringe Dichte
• Gute chemische Beständigkeit

Aramidfaser Verbundwerkstoffe

Gewebe - Webarten

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In Hochleistungsfaserverbundwerkstoffen werden zur Verstärkung im allgemeinen Gewebe eingesetzt. Eine Vielzahl verschiedener Gewebesorten kommen zum Einsatz, wobei die Leinwandbindung, die Köperbindung und die Atlasbindung am bekanntesten sind. Die Fadendichte und die Gewebebindung beeinflussen massgeblich die Umformbarkeit und die Eigenschaften des Endprodukts.

Leinwand
Leinwand Gewebe
(Plain, taffetas)

Köper
Köper Gewebe
(Twill. sergé)

Atlas
Atlas Gewebe
(Satin)

 Leinwand - Bindung

einfache Webart, bei der der Schussfaden jeweils einen Kettenfaden überkreuzt. Sie gewährleistet eine gute Dimensionsstabilität und ein geringes Ausfransen beim Zuschneiden.

Köper -Bindung

mehrere Kettfäden werden übersprungen (2-3). Sehr schmiegsam und drapierbar. Sie lassen sich weniger gut zuschneiden.

 Atlas - Bindung

mehrere Kettfäden werden übersprungen (bis zu 7). Sehr schmiegsam und gut drapierbar. Sie lassen sich weniger gut zuschneiden. Ergeben eine besonders glatte Oberfläche.

Multiaxiale Gelege 

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Gelege sind nichtgewobene textile Flächengebilde, deren Fasern endlos und parallel nebeneinander abgelegt sind, und die durch einen Nähfaden in ihrer Lage festgehalten werden. 

Durch Übereinanderlegen von Faserlagen in verschiedenen Winkeln können Verstärkungsmaterialien mit belastungsgerechter Faserorientierung hergestellt werden. Durch die gestreckte Lage der Fasern werden mit Gelegen, bei gleicher Wandstärke des Laminates, höhere mechanische Festigkeiten erzielt, als mit Geweben.

Multiaxiale Gelege können ganz oder speziell auf die Anforderungen des Anwenders zugeschnitten werden. Dabei sind folgende Parameter veränderbar:

• Anzahl der Einzellagen
• Orientierung der Einzellagen
• Gewicht der Einzellagen
• Art der Fasern
• Gelegbreite

Multiaxiale Gelege

Nomenklatur:

unidirektional

= 1 Lage, meist in 0° Richtung

bidirektional

= 2 Lagen gekreuzt übereinander, in 0/90° oder +45/-45°

triaxial

= 3 Lagen übereinander, z.B. 0°/+45°/-45°

quadraxial

= 4 Lagen übereinander

Abreissgewebe aus Polyamidfasern

Abreissgewebe werden als letzte Schicht auf das Laminat eingebracht und nach dem Aushärten kurz vor der Weiterverarbeitung wieder abgeschält. Man erhält dadurch eine rauhe, saubere Oberflächenstruktur, die ein Anschleifen und Reinigen vor dem Kleben oder Lackieren erspart.

Abreissgewebe aus Polyamidfasern

Glasfasern

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Dank der Vielzahl der Einsatzmöglichkeiten hat die Glasfaser die grösste Bedeutung. Glasfasern in Gewebeform bieten eine excellente Kombination von hoher Festigkeit bis hin zu guter Feuerbeständigkeit. Ein breites Angebot von Garnstärken und Webarten bietet ein grosses Potential für den Verbraucher, die beste Kombination von Materialeigenschaften, Wirtschaftlichkeit und Produkteflexibiltät auszuwählen.

Dimensionsstabilität

Die Glasfaser ist ein dimensionsstabiler Konstruktionswerkstoff. Glasfasern dehnen oder schrumpfen nicht nach dem Einsatz bei hohen oder tiefen Temperaturen. Die maximale Bruchdehnung von E-Glas ist 4.8% mit 100% elastischer Rückstellung bei Belastungen bis nahe zum Bruch. 

Feuchtigkeitsbeständig

Glasfasern nehmen keine Feuchtigkeit auf. Sie ändern die physikalischen oder chemischen Eigenschaften bei Kontakt mit Wasser nicht. 

Hohe Festigkeit

Das hohe Festigkeit / Gewichtverhältnis der Glasfaser macht sie zu einem ausgezeichneten Material, wo hohe Festigkeit mit minimalem Gewicht gefordert wird. Verschiedene Gewebe, wie Unidirektional- oder Biaxialgewebe erlauben hohe Flexibiltät in Design und Preis.

Feuerbeständigkeit

Glasfasern sind unbrennbar. Sie bewahren ca. 25% der ursprünglichen Festigkeit bei ca. 530°C. 

Chemische Beständigkeit 

Glasfasern sind beständig gegen die meisten Chemikalien. Die anorganischen Glasfasern schimmeln oder faulen nicht. Glasfasern werden angegriffen von Fluorwasserstoff, heisser Phosphorsäure und starken alkalischen Substanzen. 

Elektrische Eigenschaften

Glasfasern haben exzellente elektrische Isoliereigenschaften. Die Kombination der Eigenschaften wie geringe Feuchtigkeitsaufnahme, hohe Festigkeit, hohe Temperaturbeständigkeit und tiefe dielektrische Konstanten machen die Glasfasern zu einem idealen Verstärkungswerkstoff für gedruckte Schaltungen und Isolierlacke.

Wärmeleitfähigkeit

ein tiefer Wärmeausdehnungskoeffizient, kombiniert mit hoher Wärmeleitfähigkeit machen Glasfaser zu einem dimensionsstabilen Werkstoff, der die Wärme rascher ableitet als organische Fasern. Hohe Festigkeit, Dimensionsstabilität, Feuerbeständigkeit und günstiger Preis sind einige der Vorteile der Glasfaser als Verstärkungsmaterial. Schutzdeckel, Dampfsperren, Abschirmungen, Dichtungen, Wandschoner, Förderbänder sind nur einige der Produkte, welche durch den Einsatz von Glasfasern verbessert werden.

 

Begriffe von A - Z

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Atlasbindung

siehe Kapitel Webarten

Bindung

Bezeichnet die Art, wie Kett- und Schussfäden miteinander verwoben werden.

Composites

siehe Faserverbundwerkstoffe

E-Glas

Für die Faserverbundwerkstoffe haben E-Glasfasern die grösste Bedeutung erlangt. "E" steht für Elektro-Glas, da es ursprünglich vor allem in der Elektroindustrie eingesetzt wurde. In der Regel wird nur E-Glas angeboten.

Fasern

textiles, linienförmiges Gebilde aus verdrillten oder versponnenen Natur- oder Kunstfasern. 

Faserverbundwerkstoffe

Die Fasern bestimmen massgeblich die mechanischen Eigenschaften des Verbundes, wie Festigkeit und Steifigkeit. Im Allgemeinen werden Glasfasern, Kohlefasern (Carbon) oder Aramidfasern eingesetzt. Für Hochleistungsfaserverbunde kommen ausschliesslich Endlosfasern (Faserlänge entspricht Bauteilgrösse) in Form von Geweben oder Gelegen zum Einsatz. Aber auch dem Matrixwerkstoff fallen entscheidende Aufgaben zu. Er überträgt die Kräfte zwischen den Fasern, stützt diese gegen Ausknicken und schützt sie vor äusseren Angriffen. Man unterscheidet dabei zwischen thermoplastischen und duroplastischen Kunststoffen wie zum Beispiel den Epoxidharzen. 

Filament

Endlosfaser

Finish

Nachbehandlung der fertigen Glas-Gewebebahnen. Dabei wird ein Haftmittel (= Finish) auf das Gewebe aufgebracht, das der besseren Verbindung mit dem Harz dient. Gewebe mit Finish-Ausrüstung sind geschmeidiger und leichter tränkbar als solche ohne Finish. Laminate daraus zeigen höhere Festigkeiten und eine bessere Wasser- und Alterungbeständigkeit. 

Garn

wird aus einer bestimmten Anzahl von Einzelfilamenten hergestellt. Meistens erhält das Garn eine leichte Drehung von ca. 10-40 Drehungen je m 

Gelege

Faserlagen liegen flach, gerade, parallel und werden mit Nähfäden gehalten. UD-Gelege Unidirektionale Gelege mit allen Fasern in der gleichen Richtung. Biaxiale Gelege sind auch möglich (+45° / -45° für Torsionslagen) 

Gewebe

Faserlagen umschlingen einander. Rechtwinklige Verkreuzung der beiden Fadensysteme Kette und Schuss. 

Glasfilamentgewebe

sind im Webverfahren hergestellte Bahnen aus endlosen E-Glas-Garnen oder -Zwirnen. Glasgarne sind mit leichter Drehung versehene Spinnfäden. 

Kette

(engl. Warp) parrallel längs durch das Gewebe verlaufende Fäden. Kettfäden bestimmen die maximale Länge des Stoffes. Kettfäden sind meist kräftiger als die Schußfäden 

Köperbindung

siehe Kapitel Webarten

Leinwandbindung

siehe Kapitel Webarten

Non Crimp Fabric (NCF)

Multiaxialgelege mit gestreckter Fadenlage

Roving

sind Bündel von endlosen, unverdrehten, gestreckten Fasern (Filamente). 

S-Glas

"S" steht für high-Strength, d.h. für höhere Festigkeit und Steifigkeit. 

Schuss

(engl. Weft) Querfäden, die das Gewebe in der Breite zusammenhalten. Verläuft teilweis ober- und unterhalb des Kettfadens, entsprechend der Bindung

Stapelfasergarn

besteht aus wenigen Dezimeter langen Fasern, die durch Erteilung einer Drehung miteinander verbunden sind. 

Tex-System

Internationales Einheitssystem (seit 1967) zur Messung und Definition der Feinheit von Garnen, Fasern, Zwirnen usw. Tex = Gewicht in Gramm je 1000 m (g/km), ktex= 1000 tex = g/m 

Zwirn

besteht aus zwei oder mehreren einfachen oder gefachten Garnen, die mit der gewünschten Drehung versehen sind ca. 100-200 Drehungen je m.